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(Kunstturnvereinigung EnBW Stuttgart) |
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EnBW-Frauen turnen sich in nationale Spitze vor.
Die Kunstturnvereinigung EnBW- Stuttgart
beim Halbfinale um die deutsche Meisterschaft 2003 in Rösrath
Bei der Abfahrt vor dem Kunstturnforum in Stuttgart sprachen die beiden Trainerinnen Tamara Khokhlova und Marie-Luise Probst-Hindermann von einem realistischen 5. Platz, um den gekämpft werden sollte. Zu viele erfahrene Turnerinnen standen in den anderen Mannschaften, die sich zum Teil auch noch mit ausländischen Gastturnerinnen verstärkt hatten.
Am Startgerät Balken sah es auch gar nicht gut aus! Außer Kim Bui mussten alle Starterinnen ein- oder mehrmals das Gerät verlassen – und mit mageren 28,65 Punkten fand man sich auf dem 8. und somit letzten Platz der Tabelle wieder.
Man konnte meinen, dass erst dieses Resultat die vorher sehr nervösen Mädchen aufgeweckt und ihren Ehrgeiz angestachelt hatte!
Mit 33,25 Punkten (zweitbestes Mannschaftsresultat am Boden) starteten sie eine grandiose Aufholjagd! Alle Wertungen, die auf das Mannschaftskonto eingingen, lagen über 8 Punkten und Annika Pfeffer, die zwar wegen Problemen am Fuß kaum laufen konnte, erreichte durch eine schöne und musikalisch gut umgesetzte Kür sogar 8,55 Punkte. Lohn war Platz 6 nach zwei Durchgängen!
Weiter ging es mit Sprung, wo Startturnerin Jasmin Weber den Achter - Segen einläutete und durch hohe Wertungen von Kim (8,70) und Lisanne Lichner (8,60) sogar 33,80 Punkte erzielt wurden.
Plötzlich sah es gar nicht mehr so schlecht aus – die Tabelle zeigte Platz 4 und das Erreichen der Finalrunde war in greifbare Nähe gerückt! Auf der voll besetzten Tribüne begannen die EnBW – Fans zu rechnen. Es könnte klappen, denn der direkten Tabellennachbar TuG Leipzig musste noch an den Zitterbalken und Chemnitz lag 2 Punkte zurück. Aber hielten auch die Nerven der Mädchen?
Maren Widmann begann mit einer soliden Leistung, was ja oft beruhigend wirkt - nicht hier. Lisanne und Annika verturnten, so dass es nun auf die beiden letzten Übungen ankam. Kim, die stabilste und eifrigste Punktesammlerin der Mannschaft (sie erreichte auch in der Einzelwertung einen fantastischen 5.Platz), turnte durch und erhielt 8,30 Punkte. Aufatmen auf der Tribüne und bei der Mannschaft! Jetzt fehlte noch Marie-Sophie Hindermann, die mit 12 Jahren jüngste Turnerin der Mannschaft. War sie dem Druck schon gewachsen? Sie war es – unbeeindruckt ging sie ans Gerät, turnte ihre schöne Übung durch und wurde mit 8,20 Punkten belohnt.
Jubel auf der Tribüne, die jüngste Mannschaft des Starterfeldes ohne Verstärkung durch eine ausländische Gastturnerin erreichte einen Platz auf dem Treppchen, womit selbst in den kühnsten Träumen niemand gerechnet hatte! Am 22. November 2003 dürfen Lisanne, Kim, Maren, Annika, Zoe, Jasmin und Marie-Sophie bei der Finalrunde in Köln um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft kämpfen und wer weiß, wenn die jetzt verturnten Übungen auch noch klappen ist vielleicht eine Wiederholung des Treppchenplatzes nicht ausgeschlossen!
Ganz sicher ist - diesen Mädchen gehört die Zukunft und ihre Trainerinnen haben sehr gute Arbeit geleistet und können stolz sein!
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Autor: kaew
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Artikel
vom 11.11.2003, 11:22 Uhr
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